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Dôle


Wie eine zerstörerische Springflut ergossen sich die wilden Horden der Westgoten, Sachsen und Vandalen aus Zentraleuropa über das Land und vernichteten die meisten Siedlungen in Sequanien.

Das Elend endete mit dem Einfall der Burgunder, sie befriedeten das Gebiet und gaben ihm den Namen Burgund. Nach der ruhigen Zeit unter der Herrschaft Karls des Großen, verwüsteten die Sarazenen das Land. Friede fand es erst wieder unter Kaiser Friedrich Barbarossa. Von nun an war dieser Landstrich eng mit dem Schicksal des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation verbunden.1336 gab sich dieser Teil Burgunds den Namen Franche-Comté, "Freie Grafschaft" und strebte nach Unabhängigkeit. Im 15.Jh. fällt die Franche-Comté an die Habsburger und Dôle wird ihre Hauptstadt. Im 17. Jh. wird Dôle von Ludwig dem 14. und Vauban erobert. Der Sonnenkönig brauchte 30 Jahre um den Widerstand der Dôler zu brechen. Sie klammerten sich tapfer an ihren Wahlspruch: " Comtois ergib dich! Auf keinen Fall, meiner Treu!!" Ludwig reagiert ziemlich sauer, verlegt das Parlament, die Universität und die Münze nach Besanšon. Dôle verliert seine Hauptstadtfunktion an Besanšon und die Franche-Comté wird französisch.

Kein Besucher, der sich wahrer menschlicher Werte bewusst ist, darf in Dôle halt machen, ohne einem wirklich großen Wohltäter der Menschheit, Louis Pasteur, die Ehre zu erweisen. Sein Geburthaus, in dem er aber nur zwei Jahre gelebt hat, ist heute eine Gedenkstätte für diesen großen Mann. Seine Jugend verlebte er in Arbois, dann in Besanšon, später lebte er in Straßburg, Lille und Paris. Der Franche-Comté blieb er sein ganzes Leben lang verbunden.

Robert Koch, Karl Eberth, Robert Virchow, Louis Pasteur, Männer deren Forschungsdrang und Erfindungsgeist den Menschen Gesundheit sicherten und zu überleben halfen.



Die Basilika Notre Dame blickt mit ihrem 73 m hohen Turm stolz über die Stadt.

Und weil die Franche-Comté lange Zeit ein Teil Burgunds war und sich Dôle durch die Ansiedlung von Klöstern der Jesuiten, Kapuziner, Bernhardinerinnen, Ursulinen, der Karmeliterrinnen, der Tiercelinen, Annonciaden, der Minimen und Visitandinen, auch der Cordeliers, als wahre Bastion des Katholischen Glaubens behauptet hat, begegnen wir hier auch wieder einem Wunder.
Das Wunder von Faverney von 1608, ein eucharistisches Wunder.
Bei einem Brand in der Klosterkapelle von Faverney erhob sich plötzlich eine Monstranz, die zwei geweihte Hostien enthielt, um den Flammen zu entgehen. Eine der beiden wundertätigen Hostien gelangte nach Dôle, wo sie zum Gegenstand einer bedeutenden religiösen Verehrung wurde. In der Basilika wurde von Spenden der Bruderschaft der Advokaten die Heilige Kapelle errichtet, um diese wertvolle Reliquie aufzunehmen.

Hätte die Monstranz das Feuer gelöscht, man könnte darüber nachdenken. Doch sich selbst in Sicherheit bringen?
Ein wirkliches Wunder für mich ist die Spende der Advokaten, sagt man diesen Spezies doch eher Raffgier denn Großzügigkeit nach.

Nun, wer sich tapfer bis hierher durchgelesen hat, der weiß, dass ich zu den Zweiflern gehöre. Meine Frage beim Lernen des Alten Testaments an unsere Mater Loyola, wo denn die anderen Menschen herkämen, wenn Kain und Abel ausziehen sollten um sich zu vermehren, oder ob es damals erlaubt war seine eigene Schwester zu heiraten, hat mich für alle Zeiten gebrandmarkt und meine Religionsnote keinesfalls positiv beeinflusst.

Doch auch Ungläubige wie ich, müssen zugeben, dass uns die Religionen herrliche Bauwerke geschenkt haben, auch wenn sie mit dem Blut der Menschen erschaffen wurden. Und die schrecklichen Religionskriege bis heute nicht beendet sind.



In Dôle treffen wir erstmals wieder auf den Doubs.